Erlebnisse, Schottland, Urban
Kommentare 2

Halloween – 4 Grusel Spots in Edinburgh

Im Teil 1 unseres Halloween Specials zeigen wir 4 Gründe warum Edinburgh eine der gruseligsten Städte ist.

Sie ist eine der der ältesten und düstersten Städte der Welt.

Die meist heimgesuchteste Stadt Großbritanniens – Edinburgh.

Dunkle Geheimnisse und Ereignisse hört man in den Gemäuern der historischen Stadt flüstern. Enge, schmale Gassen und Höfe lassen die Geschehnisse erahnen. Solche wie der Schwarze Tod, der tausende Leben grausam auslöschte.

2/3 der Bevölkerung Edinburghs – im Jahr 1349 ausgelöscht durch den Schwaren Tod.

Die extreme Dichte der Stadt rührt von der Absicht sich gegen Angriffe, v.a. der Engländer abzuwehren.  Die daraus entstandenen Gassen „Closes“ wurden nach unvergesslichen Bewohner der Appartments oder einem Gewerbe das dort ausgeübt wurde benannt. „The Flesh Market Close“ hat seinen Namen aufgrund des dortigen Fleischmarktes und Schlachthauses erhalten.

Lebenserwartung im 18. Jahrhundert? 35 Jahre
1. The Worlds End & Mary Kings Close zu Halloween
The Worlds End – Das Ende der Welt? Für viele Bewohner der Stadt war dies tatsächlich der Fall. War man arm, konnte man die Gebühr an der Pforte in die Stadt zurück nicht bezahlen und so blieben die Menschen innerhalb der Mauern Edinburghs – ihr ganzes Leben lang.

Halloween worlds end close edinburgh - diedamenhuber

Eine Gasse wurde nach einer Frau benannt – eine äußerst ungewöhnliche Tatsache in den 1630`s. Dennoch –
Mary King, war eine Frau. Eine bekannte Geschäftsfrau, Witwe und Mutter von 4 Kindern.

Halloween Mary Kings Close Edinburgh - diedamenhuber

Versteckt seit dem 17. Jahrhundert, befindet sich tief im Untergrund der Stadt ein Labyrinth aus Gassen und Räumen. Begraben unter den Gemäuern der Bauwerke, welche von nun an die Royal Mile schmücken. Doch was passierte? Warum wollte man diese jetzige „Untergrundstadt“ in Vergessenheit geraten lassen? Unerklärliche Dinge, Geschichten von Geistern und namenlose Schrecken sollen dort ihr Unwesen treiben. Ein heimgesuchter Ort. Der „schwarze Tod“, die Plage, riss die Menschen in den Tod und weitaus schlimmer- den Legenden nach: warst du infiziert, wurdest du eingemauert und bist innerhalb dieser finsteren Mauern gestorben.

2. Der Grassmarket zu Halloween

Halloween Grassmarket Edinburgh - Die Damen Huber

„Die Lokalität ist allerdings geschaffen für allerhand lichtscheue Untat.“

Dies waren die Worte eines deutschen Schriftstellers – Theodor Fontane, geboren 1819. Über was sprach Theodor, dessen Worte wir so überaus schätzen?! Es war tatsächlich der Edinburgh Grassmarket. Doch was hat den Schriftsteller wohl dazu bewegt, einen Ort so finster einzuschätzen. Vielleicht waren es die zahlreichen öffentlichen Hinrichtungen dort? Oder war es die Kombination aus Markt, Handel und gleichzeitig Exekutionen auf den gepflasterten Straßen?! Oder die dunklen Gassen und Ereignisse, die sich in die Geschichtsbücher brannten.

Nehmen wir an du befindest dich im Jahre 1827 und es bietet sich plötzlich eine Gelegenheit für dich. Dein Sold dafür: 7 Pfund und 10 Schilling. Würdest du diese Möglichkeit nicht nutzen?!

Doch wie denkst du darüber, wenn ich dir sage, es handelt sich dabei um eine Leiche und später sogar um Mord an 15 Menschen.

Die Geschichte, die sich hierbei abgespielt hat, ist die von den Gästen einer Herberge hier auf dem Grassmarket und zwei Männern, unter anderem der Besitzer der Herberge, in die sich die Gäste gutgläubig einquartierten – William Hare und William Burke. Man nannte sie „Bodysnatcher- Leichenräuber“. Irgendwie fielen sie so rein in den ganzen Schlamassel, kann man sagen. Ein älterer, alleinreisender Mann starb in ihrem Hause ohne ihr zutun und die beiden verkauften seine Leiche an den Anatomen und Chirurgen Robert Knox.

Das liebe Geld wurde den beiden zum Verhängnis und den 15 Gästen, die von ihnen betrunken gemacht, erstickt und dann verkauft wurden. Wahrscheinlich gibt es noch mehr Opfer der beiden Leichenräuber. Und die Moral von der Geschicht – trau deinem Partner nicht! Als sie erwischt wurden, veriet Hare seinen Partner Burke. Er sagte als Kronzeuge gegen ihn aus und kam so frei. Burke wurde gehängt.

3. Das Queensberry House zu Halloween

Queensberry House. Das Zuhause des Poltikers William Douglas – 1686, welches heute in das Parlament (The Scottish Parlament) mit eingebaut ist. Ein Küchenjunge soll vom psychisch kranken Sohn des Politikers regelrecht geschlachtet und aufgegessen worden sein. So heißt es zumindest! Seht euch um und überzeugt euch selbst von dem spukenden Geist im Queensberry House.

4. Cowgate und die Edinburgh Vaults zu Halloween

Dunkel, düster und feucht unter Brücken – zieht sich eine Straße hin. Unter der George IV Brücke, beispielsweise, verläuft diese eine Straße, benannt nach einer Tätigkeit hier im Mittelalter – der Tierhaltung. Denn dort wurden die Rinder zum Grassmarket getrieben. Es war ein Elendsviertel. Arme Leute lebten in dieser überbevölkerten Gegend Edinburghs im 18. Jahrhundert, nachdem die Reichen das „dunkle, enge Schiff“ verließen um im „modernen“ New Town zu leben.

Wo fand man also im 18. Jahrhundert das Bordell? Man vermutet, an einem finsteren Ort, dort wo auch das Bierchen und der Whisky nicht weit waren. Vielleicht unter einer Brücke?

Richtig – unter der South Bridge wurden die „Edinburgh Vaults“ „Kammern“ zu einem Rot Licht Milieu umgenutzt.

Denn, wie vorgesehen als Vorratsraum konnten sie, durch immer wiederkehrende Überschwemmungen, nicht mehr dienen. So wurden sie umfunktioniert als Bordell, Taverne und im Elendsviertel kam es sogar soweit, dass die Kammern oder besser gesagt Gruften als Zuhause für die sehr armen Menschen dienten, was unvorstellbare Lebensbedingunen waren. The Edinburgh Vaults waren geprägt von Tod, Raub, Sex, Leichen und noch vielen mehr unvorstellbaren Dingen. Ihnen werden Geister und paranormale Aktivitäten nachgesagt. Und wenn nicht hier, wo denn dann?! Schließlich ist Edinburgh die am meisten heimgesuchteste Stadt. Es gibt heute zahlreiche Geister Touren die dich auf dieser gruseligen Reise begleiten. Bist du neugierig?

Halloween Edinburgh_ diedamenhuber

Und heute?

Willst du die Straßen Edinburghs auch nachts erkunden, dann wirst du mit Sicherheit auch hier fündig. Das Cowgate beherbergt in seinen Ecken und Winkel zahlreiche Bars und Clubs. Und wenn ab 22:00 Uhr die Straße nur noch für Fußgänger zugänglich ist, dann ist bestimmt August und damit Festivalzeit. Musik und Comedy bis in die Puppen heißt es dann. Und als „most haunted“ Stadt Großbritanniens ist natürlich Edinburgh besonders an Halloween the place to be. 

Speis und Trank?
Nach all dem Grusel suchen wir nach Stärkung! Für unsere entdeckten Top Independent Restaurants, versteckt in den Gässchen Old Towns…Read More

SHARE THIS:Share on Facebook0Tweet about this on TwitterShare on Google+0Email this to someone

2 Kommentare

  1. Schaurig-gruselig-schön der Bericht 🙂 Schottland steht ganz oben auf meiner Reise-Liste – irgendwie schon seit 10 Jahren und Edinburgh sowieso. Jetzt habe ich ein paar Punkte mehr, die ich in Schottland besuchen möchte und die Liste wird länger und länger und länger 😉

    • Die Damen Huber sagt

      hi maria 🙂 danke dir, das freut uns! Schottland wird dich definitiv nicht enttäuschen;) wir würden sagen, pack deinen koffer und auf gehts 🙂 trink einen whiskey für uns mit:)) lg, diesmal aus dem grünen irland

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.